Samstag, 22.03.2014 2.Meisterschaftsspiel

 

18:00   Burtscheider TV - Concordia Oidtweiler 4:0 (3:0)

 

Enttäuschende Leistung hätte zur Rekordniederlage führen können.

Nach dem zu recht vielem Lob der letzten Woche, kam die brutale Ernüchterung.

Eine Niederlage basierend auf fehlende Einstellung, mangelnde Laufbereitschaft, arrogantem Auftreten hätte ich definitiv für unmöglich gehalten. Da bin ich eines besseren belehrt worden.

Wir hatten in den ersten 30 Minuten eine gewonnene Zweikampfquote von 5%. Das war kein gefühlter Wert, sondern eindeutig Fakt. 0:1 nach 9.Minuten, 0:2 nach 11.Minuten, 0:3 nach 16.Minuten und selbst danach hatte man das Gefühl die meisten haben gedacht, ganz cool bleiben alles easy das schaffen wir doch noch. Dabei wurde mir draußen, angst und bange wie das Enden könnte. Selbst 3 Wechsel nach 18 Minuten brachte erstmal keine Besserung. Es war ein Selbstläufer im negativen Sinn. 20. Minute Elfmeter vom Gegner aber Peter hält toll. Dazwischen Reihenweise Großchancen für den Gegner. 32.Minute wieder Elfer für den Gegner diesmal gegen den Pfosten. Ein 0:8 oder 0:9 zur Halbzeit wäre ohne Probleme möglich gewesen.

Zur Halbzeit gab es den auch einige ernst gemeinte Worte,dabei war ich nicht so sauer darauf , das wir auch taktisch schlecht spielten, sondern viel mehr enttäuscht das so viele wohl mit dem Lob der letzten Zeit nicht umgehen konnten.

Im Taktischen spielten wir wieder viel zu weit auseinander, die Abstände waren riesig, wenn jemand einen Zweikampf bestritt (und in der ersten Halbzeit verloren wir ja nun mal fast alle) kam der zweite viel zu spät zur Hilfe so das der Ball schon weiter gespielt war. Pressing spielte die erste Linie allein, die zweite Linie blieb lieber bei unserer Letzen Linie stehen.

Dadurch hatte der gute Gegner Räume zum spielen, die man mit einem LKW befahren konnte ohne von uns einen zu überfahren. Diese Räume hätte man selbst mit einer wahnsinnigen Laufleistung nicht schließen können, aber mit gar keiner Laufleistung nahm das Drama seinen Lauf.

Fussball ist nicht immer Schwarz und Weiß, und einen größeren Kontrast wie das Spiel letzte Woche gegen Wenau und gestern gibt es nicht. Aber das war jetzt Weiß und Schwarz innerhalb von 10 Tagen. Für mich hatte sich das schon unter der Woche ein klein wenig angebahnt. Am Dienstag im Training musste schon der Hinweis kommen das es so nicht geht, und wir mehr Arrangement zeigen müssen. Auch da dachten viele schon es reichen 50 %. Dieses beklemmende Gefühl die Mannschaft nimmt es nicht ganz ernst, beschlich einen immer wieder. Deshalb gab es zu dem Thema auch in der Besprechung noch mal klare Worte in dieser Richtung. Das man in jedem Spiel und Training an grenzen gehen muss.

Diese Worte sind wohl nicht mehr wahrgenommen worden.

In der zweiten Halbzeit war es von der Einstellung besser, aber die taktischen Fehler konnten trotzdem größten teils nicht mehr abgestellt werden. Im Spiel nach vorne waren wir so harmlos wie noch nie, wir hätten 3 Tage spielen können und hätten kein Tor erzielt. Beide Offensiv Kräfte hatten aber auch einen Rabenschwarzen Tag erwischt.

So hatte der Gegner auch in der 2.Halbzeit reihenweise Großchancen allerdings wurde im Unterschied zur ersten Halbzeit auch im letzten drittel bei uns vor dem Tor mit Leidenschaft jetzt verteidigt, da war jetzt gegenüber der ersten Halbzeit auch eine ganz andere Körpersprache. Trotzdem wäre eine 2stellige Niederlage im Rahmen des möglichen gewesen, aber nur noch 1 Minute vor Schluss fiel das 0:4.

Jetzt weht uns das erste Mal seit 8 Monaten der Wind ins Gesicht, und gerade da ist es jetzt wichtig GEMEINSAM wieder in die andere Richtung zu lenken. Auch da sind Sachen vorgefallen die nicht in Ordnung sind.

Das die Innenverteidigung da permanent auf einen schon sowieso völlig verunsicherten Torhüter verbal einredet, bzw. einschreit, hilft auch niemanden. Das machte die Sache nur schlimmer, denn dadurch wusste er gar nicht mehr was er machen sollte. Das war teilweise wegschieben von Verantwortung und dann am liebsten auf den der sich in der Regel sowieso nicht wehrt. Natürlich haben wir im taktischen Verhalten auf der Position Probleme, aber das bedeutet nicht dass er Freiwild ist für verbale Anweisungen.

Ich hätte mir gewünscht in den ersten 30 Minuten hätten wir mal den 6er und äußeren Mittelfeldspielern für mehr laufen , den Außenverteidigern und den Innenverteidiger Partner für mehr Zweikampfstärke mal so einen Einlauf gegeben die hatten es mehr verdient. Da habe ich im gesamten Spiel keinen Kommentar von gehört. Der Torwart hatte in dem Spiel einige Fehler gemacht, aber im gesamt Kontext nicht mal halb so viel wie jeder andere in diesem Spiel gemacht hat. Daher fand ich das Verhalten zur Schlechten Leistung völlig daneben.

 

Fazit: Wenn wir den Lerneffekt aus diesem Spiel mitnehmen dann hatte es ja auch was Gutes. In jedem Spiel und Training muss man an die Grenzen gehen, wenn man sich Entwickeln will. In jedem Spiel und Training sollte man 100 % Einstellung an den Tag legen.                 

Allerdings habe ich meine Zweifel, wenn nach dem Spiel es noch Spieler gibt die so Kommentare von sich geben, Die konnten gar nix „. 

Wer so was sagt der hat es nicht kapiert, und sollte schleunigst sich mit seiner Leistung beschäftigen.

Der Gegner war gut organisiert, spielerisch gut, starkes Umschaltspiel auf Offensive, und war uns in allen belangen überlegen. Nächste Woche Freitag gegen Ofden muss eine ganz andere Leistung her, ansonsten erleben wir unser blaues Wunder.

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Ralph Münstermann

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